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Bergsteigen, nur gesund?

Mit Xenon auf den Everest, Extremtraining Hausberg, Überforderung am Höhenweg

Das Alpinforum 2025 fand am 22. November 2025 wie gewohnt im Rahmen der Alpinmesse Innsbruck statt. Trotz frischem Schneefall und blitzblauem Himmel war das Forum sehr gut besucht. Durch die Veranstaltung mit dem Generalthema „Bergsteigen, nur gesund?“ leiteten die beiden Moderatoren Robert Wallner und Peter Plattner.
Nach der Begrüßung durch Peter Paal, dem Präsidenten des Österreichischen Kuratoriums für Alpine Sicherheit, und einer Eingangsrede von Landeshauptmann Anton Mattle, startete das Alpinforum mit seinen vier Blöcken.
→ Zur Begrüßung und Eröffnungsrede
Wir haben alle Vorträge und Podiumsdiskussionen für Sie niedergeschrieben – wie in einem Tagungsband – und laden Sie ein, das ein oder andere Thema an dieser Stelle nachzulesen.

Mit dem Alpinforum bietet das ÖKAS in Kooperation mit der Congress Messe Innsbruck Raum für Wissen, Diskussion und Austausch. 2025 erfreuten sich Messe und Forum großen Andrangs.
Fotos: Chris Riefenberg, chrisriefenberg.com

BLOCK 1: Tourismus, Sport & Ethik – Von den 8000ern bis zu den Alpen

# 1.1
Everest – das Ende des Abenteuers? | Lukas Furtenbach
Reality check Everest im Jahr 2026, Everest by fair means vs. Everest by unfair means. Was sagt die Wissenschaft dazu?
–> zum Bericht # 1.1

# 1.2
Xenon in der Höhenmedizin – Fakten und Fiktion | Michael Fries
Darstellung der persönlichen Erfahrungen bei der Anwendung des Gases generell und im Rahmen des Höhenbergsteigens.
–> zum Bericht # 1.2

# 1.3
Nordwand Trilogie | Philipp Brugger
Zwei Nordwandtrilogien in einer Woche: Zuerst Eiger Mönch Jungfrau, sechs Tage später Fußstein, Schrammacher und Sagwand.
–> zum Bericht # 1.3

# 1.4
Gefangen zwischen Kommerz und Werten – Medikamentengebrauch beim (Höhen-)Bergsteigen | Urs Hefti
Der Gebrauch und Missbrauch von Medikamenten scheint im Bergsport zuzunehmen. Gesundheitliche Aspekte werden wegen persönlicher oder kommerzieller Interessen in den Hintergrund gestellt. Was sagt die international anerkannte Literatur zum Thema, wie können wir als Bergsteiger damit umgehen?
–> zum Bericht # 1.4

# 1.5
Podiumsdiskussion: Und wo bleibt die Ethik – in den 8000ern und bei uns?

Am Podium: Philipp Brugger, Lukas Furtenbach, Urs Hefti, Michael Fries und Hanspeter Eisendle
Moderation: Peter Plattner
–> zum Bericht # 1.5

BLOCK 2: Bergverrückt! Wie ticken Bergsteiger?

# 2.1
Warum wir Bergsteiger so sind wie wir sind – Der Versuch einer empirischen Bestandsaufnahme | Hanspeter Eisendle
Keiner von uns steigt auf die Berge, nur „weil sie da sind“ (George Mallory). Der Sog der Masse Richtung „Abenteuer“. Bergsteigen, ein Tun zwischen kreativer Genialität, Kitsch und Konsum.
–> zum Bericht # 2.1

# 2.2
Respekt, Angst, Panik… & Maßnahmen | Alexis Zajetz
Furcht und Panik werden im Gehirn sehr unterschiedlich verarbeitet (Furchtsystem vs. Paniksystem). Deswegen unterscheiden sich auch die unterstützenden Maßnahmen in der Begleitung der Betroffenen.
–> zum Bericht # 2.2

# 2.3
„Bergsucht“ – wo hört der Spaß auf? | Katharina Hüfner
Sport ist gesund und schützt vor vielen psychischen und körperlichen Erkrankungen. Sport und Bewegung helfen auch in der Behandlung von Erkrankungen wie Angststörungen und Depression. Aber kann man auch zu viel Sport machen? Woran erkennt man Suchtverhalten im Sport? Und wie steht dies in Zusammenhang mit Essstörungen?
–> zum Bericht # 2.3

# 2.4
Podiumsdiskussion: Was ist schon „normal“ am Berg?
Am Podium: Hanspeter Eisendle, Katharina Hüfner, Alexis Zajetz und Richard Obendorfer
Moderation: Robert Wallner
–> zum Bericht # 2.4

BLOCK 3: Bergwandern: Unfälle, Wegeklassifizierung und digitale Helfer

# 3.1
Wanderunfälle: Zahlen, Daten und Fakten aus der Alpinunfallstatistik
| Susanna Mitterer & Alpinpolizei
Was passiert eigentlich beim Wandern in Österreich? Gibt es typische Unfallmuster? Wo ereignen sich die meisten Vorfälle – und worauf sollte man besonders achten? Ein Blick in die alpine Unfallstatistik des ÖKAS zeigt deutlich: Von allen alpinen Disziplinen fordert das Wandern in Österreich mit Abstand die meisten Todesopfer.
–> zum Bericht # 3.1

# 3.2
Launch Projekt AlpsWatch – Naturgefahren-Beobachtungen per App
| LR Mario Gerber, Michael Rosendorfer, Andreas Mayr, Martin Rutzinger und Thomas Rabl
Vorstellung AlpsWatch Projekt – Challenge, Lösungsansatz, Ergebnis (beta); Weiterentwicklung und offizieller Launch der AlpsWatch v1 durch LR Gerber.
–> zum Bericht # 3.2

# 3.3
DIGIWAY – Geodaten für Sicherheit am Berg
| Lucia Felbauer & Klaus Pietersteiner & Christoph Kovacs
DIGIWAY verfolgt das Ziel, verlässliche Geodaten aus der Euregio zu bündeln und öffentlich zugänglich zu machen. Darüber hinaus hat DIGIWAY eine Vergleichbarkeit zwischen den unterschiedlichen Klassifikationssystemen von Wander- und Bergwegen in den Alpenländern und sogar innerhalb Österreichs erarbeitet.
–> zum Bericht # 3.3

# 3.4
Wegeklassifizierung beim Bergwandern – ein Schlüssel zu mehr Sicherheit?
|Walter Würtl
Die Tatsache, dass es im gesamten Alpenraum eine Vielzahl verschiedener Wegeklassifikationen gibt, macht es für die Nutzer:innen schwierig sich zurechtzufinden. Nachvollziehbare Kriterien in der Klassifikation können in diesem Zusammenhang eine realistische Selbsteinschätzung ermöglichen und für eine bessere Vergleichbarkeit von Wegen sorgen, was letztlich auch ein Schlüssel für mehr Sicherheit beim Bergwandern sein könnte.
–> zum Bericht # 3.4

BLOCK 4: Winter – Lawine und andere Gefahren!

# 4.1
Lawine? Absturz, Kälte und mehr! Die unterschätzten Unfallursachen auf Skitour und Variante | Gerhard Mössmer
Rund um die Risikominimierung dreht sich im Winter beinahe alles um das Thema Lawine. Andere Unfallursachen – allen voran der Absturz – finden wenig bis gar keine Beachtung und das obwohl die Unfalldaten zeigen, dass Absturzunfälle einen substanziellen Anteil der tödlichen Unfälle beim Skitourengehen ausmachen.
–> zum Bericht # 4.1

# 4.2
So überlebt man eine Ganzverschüttung | Peter Plattner
Beim Skitourengehen und Variantenfahren sterben in Österreich im 10-Jahre-Mittel 19 Menschen, 12 davon sind ganz verschüttet. Peter Plattner präsentiert die Ergebnisse der ÖKAS-Auswertung hinsichtlich der Überlebenschancen und fasst zusammen, was man tun kann, um eine Ganzverschüttung am wahrscheinlichsten zu überleben.
–> zum Bericht # 4.2

# 4.3
Die Realität einer Ganzverschüttung – Ein persönlicher Bericht aus Norwegen | Stephan Birkmaier
Während eines Skitourenurlaubes in Norwegen wird Stephan Birkmaier von einer großen Lawine erfasst und zur Gänze verschüttet. Er hat überlebt – und berichtet, was er in diesen Sekunden gefühlt und gedacht hat, was er aus dem Ereignis gelernt hat und was er anderen mitgeben möchte.
–> zum Bericht # 4.3

# 4.4
Wenn der Schnee versagt – und die Lawinenforschung | Jürg Schweizer
Jürg Schweizer ist als Leiter des WSL-Institutes für Schnee- und Lawinenforschung SLF in Davos in der Position, einen Rückblick auf 30+ Jahre Lawinenforschung zu bieten. Persönlich und kritisch legt er dar, was gut funktioniert hat, was eher nicht und welche Fragen immer noch offen sind.
–> zum Bericht # 4.4

Alle Vorträge und Podiumsdiskussionen des Alpinforums 2025