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Blogbeitrag erstellt von Christina Schwann
2. September 2026
Lesezeit: 20 min
Dieser Beitrag stammt aus der Sommer-Ausgabe 2026 des ÖKAS Fachmagazins analyse:berg # 31. Werden Sie Abonnent von analyse:berg. So bekommen Sie die Magazine gleich nach Erscheinen bequem nach Hause geliefert, können uneingeschränkt online lesen und unterstützen gleichzeitig die Arbeit des ÖKAS.
Im Zeitraum 1. November 2005 bis 31. Oktober 2025 kam es in Österreich im alpinen Gelände zu sieben tödlichen Kuhunfällen. Betroffen waren fünf Wanderer und zwei Almbauern. Die letzten drei tödlichen Unfälle ereigneten sich hintereinander in den Jahren 2023, 2024 und 2025. Bei allen Unfällen mit Wanderern war zumindest ein Hund im Spiel. Vergleicht man die Zahl der Toten mit jener, die sonst in der Kategorie Wandern/Bergsteigen tödlich verunglücken – nämlich 2.083 in den letzten 20 Jahren, im Schnitt also 104 Personen pro Jahr –, dann sind durch Kuhangriffe verursachte tödliche Unfälle extrem selten. Immer aber sind die Verletzungen dramatisch, die Folgen für Angehörige, Almbauern und Tourismus katastrophal.
Christina Schwann
Ökologin
Nachdem am 31. August 2025 direkt vor der Austriahütte am Dachstein ein Ehepaar von Kühen angegriffen worden war – die Frau überlebte schwer verletzt, der Mann verstarb noch an der Unfallstelle –, ist die Gefahr, die offenbar von Weidetieren ausgeht, wieder stark ins Bewusstsein gerückt. Immerhin handelt es sich um den fünften tödlichen Unfall mit Wanderern seit 2013. Der Alpenverein Austria reagiert, lädt zu einem Symposium ein und initiiert ein Pilotprojekt in der Region, um Maßnahmen auf allen Ebenen zu verbessern. Und noch während der laufenden Arbeiten ereignet sich am 18. Mai 2026 an einem Wanderweg entlang der Isel in Osttirol die nächste tödliche Kuhattacke (dieser Unfall scheint in der ÖKAS-Datenbank nicht auf, da er nicht im alpinen Gelände, sondern in Tallage geschah).
Was ist hier los? Werden die Kühe aggressiver? Liegt es am Verhalten der Wanderer, an mitgeführten Hunden, am veränderten Klima, an der modernen Nutztierhaltung, die weniger MenschTier-Kontakt beinhaltet? Wir haben uns auf den Seiten 58 bis 60 die Daten der ÖKAS-Unfalldatenbank der letzten 20 Jahre angesehen, wir haben die Workshops in der Ramsau begleitet, Fachleute befragt, Literatur durchforstet und versucht, uns ein Bild zu machen. Aber so einfach ist es nicht und Objektivität ist in dieser Sache mehr denn je gefragt, denn den einen ausschlaggebenden Grund oder die eine zielführende Maßnahme, tödliche Unfälle zu verhindern, gibt es nicht. Vielmehr braucht es mehr Aufklärung, neue Tools für die Tourenplanung, konsequente und offene Zusammenarbeit der Akteure vor Ort und nicht zuletzt ein neues Bewusstsein für den Wirtschafts- und Erholungsraum Alm.
Die ÖKAS-Daten
Von welchen Unfällen sprechen wir überhaupt? Als Grundlage diente die ÖKAS-Unfalldatenbank, die wir systematisch für die relevanten Disziplinen (Wandern/ Bergsteigen, Mountainbiken, Klettern, Klettersteig, Arbeitsunfall und Sonstiges) durchsucht haben. Da Vorfälle mit Pferden oder Schafen äußerst selten sind, haben wir uns nur die Kuhunfälle vorgenommen. Eine automatische Suche ist dabei nicht möglich, da es die Kategorie „Kuhunfall“ nicht gibt. Ausschlaggebend ist also das Beschreibungsfeld, in dem der Alpinpolizist, die Alpinpolizistin den Unfallhergang kurz erläutert. Und diese Unfallbeschreibungen reichen von „Ausgerutscht auf Kuhflade“, über „Weidezaun übersehen“ bis hin zu tatsächlichen Kuhattacken. Indirekte oder nur mit Weideinfrastruktur in Zusammenhang stehende Unfälle ausgenommen, bleiben jene, bei denen Weidetiere selbst eine aktive Rolle spielen. Dabei kommt es vor, dass sich Wanderer den Tieren für ein Foto nähern, bei Interesse und (harmloser) Annäherung der Kuh davonlaufen und stolpern, Erwachsene der Ansicht sind, das Kind müsse auf einer Kuh sitzen oder die Kuh macht eine schnelle Kopfbewegung, um
Fliegen abzuwehren und trifft dabei zufällig den sehr knapp vorbeigehenden Wanderer – also Kuhunfälle, bei denen das Tier oder die Herde primär nicht aggressiv reagierte. In anderen Fällen wiederum ist zu lesen, dass die Kühe unruhig waren und aktiv auf Wanderer zuliefen bzw. diese tatsächlich attackierten – manchmal, weil offenbar eine Mutterkuh ihr Kalb verteidigte, ebenso oft aber aus nicht ersichtlichem Grund. Häufig spielte ein mitgeführter Hund eine Rolle. Im Betrachtungszeitraum 01.11.2005 bis 31.10.2025 konnten wir insgesamt 208 Kuhunfälle identifizieren, bei denen es 165 Verletzte und in Summe sieben Tote gab.
Zwei Tote sind der Disziplin „Arbeitsunfall“ zugeordnet. Hier handelte es sich um Almbauern, die mit Sicherheit sehr genau wissen, wie sie mit ihren Tieren umgehen müssen. Unbestritten ist aber auch, dass der Umgang mit Rindern generell zu einer der gefährlichsten landwirtschaftlichen Tätigkeiten gehört. Pro Jahr kommt es in Österreich zu ein bis zwei tödlichen Unfällen im Stall oder auf der Weide. Die Sozialversicherungsanstalt der Selbständigen hat sogar ein eigenes Merkblatt für Landwirte mit dem Titel „Rinderhaltung – Sichere Tierhaltung, Stallbau, Melken, Zuchtstiere, Klauenpflege, Verladen und Treiben“ (SG-606, Stand 2026, svs.at) herausgebracht.
Die anderen fünf tödlichen Unfälle ereigneten sich beim Wandern/Bergsteigen. Die Vorfälle passierten in den Jahren 2013, 2014, 2017, 2024 und 2025. 2026 kam jener in Osttirol hinzu, der aber in der ÖKAS-Datenbank, wie bereits erwähnt, nicht aufscheint.
Die tödlich verletzten Personen kamen bis auf eine Person aus Österreich, waren zwischen 40 und 85 Jahre alt und auf einem markierten Wanderweg oder einem Fahrweg unterwegs. Zusammenhänge lassen sich schwer feststellen, weder was Alter, Gelände, Wetterverhältnisse, Jahreszeit noch Herdenstruktur (z. B. MutterkuhHaltung) betrifft. Bei allen tödlichen Unfällen war aber zumindest ein Hund im Spiel und sowohl bei den Toten als auch bei der Zahl der Verletzten (schwer verletzt 69, Verletzung unbestimmten Grades 36, leicht verletzt 59) ist eine Steigerung in den letzten 20 Jahren zu erkennen: Waren es von 2005/06 bis 2014/15 im Schnitt noch 6,8 Unfallbeteiligte (Unverletzte, Verletzte und Tote) pro Jahr, sind es in den Jahren 2015/16 bis 2024/25 bereits 14 Unfallbeteiligte pro Jahr. Die Dunkelziffer bedrohlicher Kuhbegegnungen kennen wir nicht, es ist aber davon auszugehen, dass es angesichts der Masse an Freizeitsportlern auf Almen häufig zu unangenehmen Situationen kommt.
–> Details zu den tödlichen Kuhunfällen finden Sie im Artikel „Tödliche Unfälle mit Weidevieh in Österreich“.
Konfliktraum Alm: Zwischen Landwirtschaft und Sehnsuchtsort
Unter „Alm“ ist eine landwirtschaftlich genutzte Bergweide zu verstehen, die nicht von Wald bedeckt ist. Almen sind offene, meist sehr artenreiche Wiesen, die das einzigartige Landschaftsbild der Alpen prägen und touristisch besonders wertvoll sind. Dabei sind Almen keinesfalls natürlichen Ursprungs, sondern das Ergebnis einer jahrhundertealten Bergbauerntradition. Wirtschaftlicher Druck, billige Konkurrenz und der hohe Arbeitseinsatz führen vielerorts zu einem deutlichen Rückgang bewirtschafteter Almen – auch in Österreich. Werden die Flächen, die meist unterhalb der natürlichen Baumgrenze liegen, nicht mehr gemäht oder beweidet, verbuschen sie zunehmend, bis sich in einigen Jahrzehnten ein flächendeckender Wald gebildet hat. Damit verbunden ist der Rückgang an Biodiversität, der Verlust an Identität, die Verminderung touristischer Attraktivität sowie auch eine – zumindest bis sich wieder ein stabiler Wald gebildet hat Erhöhung des Naturgefahrenpotenzials.(1)
In Österreich weiden in den Sommermonaten aber jährlich immer noch rund 427.000 Tiere auf 8.000 Almen, 70 Prozent davon sind Rinder. Die Bundesländer mit den höchsten Alpungsanteilen sind Tirol, Vorarlberg und Salzburg.(2)
Die Mutterkuh-Haltung, die vor allem in Hinblick auf Kuhattacken immer wieder genannt wird, ist aus wirtschaftlichen Gründen in Österreich seit Jahren rückläufig. Rund ein Viertel aller gehaltenen Kühe sind mit Stand 2024 Mutterkühe, eine Haltungsform, die für Almen aber nach wie vor gut geeignet ist und dem Tierwohl – und damit auch dem bewussten fleischessenden Kunden – am besten entspricht.(3)
Gleichzeitig boomt das Wandern wie nie zuvor. Gemäß des Österreich Instituts wandern rund 60 Prozent der Österreicher und Österreicherinnen regelmäßig, circa die Hälfte der Touristen gibt Wandern als Hauptbeschäftigung an. (4) Aber auch Sportarten wie Mountainbiken, im Besonderen E-Mountainbiken, Klettern, Klettersteige und Trailrunning erleben regen Zulauf, was – befeuert durch ungehemmte Social-Media-Nutzung (Bekanntgabe von Geolocations) – an manchen Hotspots sogar zum sogenannten „Overtourism“ führt, wie etwa am Eibsee oder am Königssee in Deutschland, an den Drei Zinnen oder dem Pragser Wildsee in den Dolomiten sowie auf der Olpererhütte in den Zillertaler Alpen.
An schönen Tagen ist also durchaus viel los auf der Alm – das freut die Gastronomen am Berg und natürlich auch Bauern, die auf ihren Almen regionale Produkte anbieten. Tourismus und Almwirtschaft gehen Hand in Hand und das ist für die kleinstrukturierte Landwirtschaf in Österreich auch durchaus wünschenswert, erschließt man sich durch die Direktvermarktung doch eine bedeutende Nische, die ein Auskommen am sonst ruinösen Lebensmittelmarkt möglich macht.
Da ist die Tourismuswerbung vom „Sehnsuchtsort Alm“ mit ihren urigen Hütten, dem Kuhglockengebimmel, der heilen Welt sehr willkommen. Schließlich soll ja auch konsumiert werden. Und angezogen fühlen sich viele Menschen Einheimische wie Gäste, die dem Alltag ein Stück weit entfliehen, sich auf mittleren Höhen bewegen wollen und gerne in einer der Almhütten einkehren. Bei dieser Masse an Menschen sind aber natürlich auch solche dabei, die bisher mit Natur wenig am Hut hatten. Eine (falsche) Erwartungshaltung und Naturentfremdung, möglicherweise gepaart mit einem nicht entsprechend erzogenen Hund, können am Berg sowieso, aber eben auch auf Almen, zum Problem werden.
Gemäß einer Studie des Konrad-Lorenz-Institutes für Vergleichende Verhaltensforschung (Laufzeit 2023 bis 2024) sind Kühe sozial orientiert, fühlen sich in einer homogenen Herde am wohlsten, sind neugierig und nehmen ihre Umgebung mit allen Sinnen wahr. Meint, der Sehsinn ist zwar wichtig, noch bedeutender sind aber akustische und olfaktorische Reize, die bei Kühen vermehrte Wachsamkeit und Stress auslösen können. Besonders hervorgehoben werden „lautes, abruptes oder anhaltendes Geräuschverhalten“ sowie „predatorassoziierte Gerüche“, sprich von Hunden oder Wölfen, die „konsistente Furcht- oder Wachsamkeitsreaktionen“ auslösen – im Besonderen bei Mutterkühen, die instinktiv ihren Nachwuchs verteidigten.
Zusammengefasst spielen also die Herdenzusammensetzung und die Summe der Reize über den Tag verteilt eine Rolle. Besonders die Anwesenheit von Hunden, sprich deren Geruch, erhöht die Wachsamkeit der Herde, kann sich bis zu einem Angriff steigern und „aggressive Reaktionen können auch gegenüber Menschen fortbestehen, nachdem sich der Hund entfernt hat.“(5)
Inwieweit die Anwesenheit von großen Beutegreifern wie Wolf und Bär in Österreich eine Rolle spielen, ist bisher nicht untersucht. Das Schweizer Magazin „Blick“ berichtet 2020 allerdings, dass Kühe – vor allem Mutterkühe – in Gebieten mit Wölfen deutlich nervöser seien und Wanderer mit Hunden viel schneller als Eindringlinge und potenzielle Gefahr einstufen als in Gebieten, wo keine Wolfspräsenz nachgewiesen werden konnte. (6) Dass die Zahl der – vor allem durchwandernden – Wölfe seit 2018 auch in Österreich kontinuierlich steigt, belegt das wissenschaftliche Monitoring des Österreichzentrums Bär, Wolf, Luchs (7) . Unbestritten ein Thema, das höchst emotional und damit leider manchmal wenig konstruktiv diskutiert wird.
Abb. 1: Die Almweidewirtschaft wirkt sich positiv auf das Tierwohl aus und fördert die Artenvielfalt auf den Almwiesen.
Foto: Christina Schwann
Konsequenzen von Kuhattacken
Die bisherigen Kuhunfälle haben zu Konsequenzen geführt. Einerseits zu rechtlichen, andererseits aber auch zur Erarbeitung von Maßnahmen und Empfehlungen, die ein sicheres Miteinander von Kuh und Mensch auf der Alm ermöglichen sollen.
Im rechtlichen Kontext ist der Unfall im Pinnistal in Tirol im Jahr 2014 erwähnenswert. Damals wurde eine deutsche Urlauberin, die mit ihrem angeleinten Hund unterwegs war, auf einem vielfrequentierten, markierten Wanderweg von einer Mutterkuh-Herde attackiert und zu Tode getrampelt. Das strafrechtliche Verfahren wurde eingestellt. Was folgte, war ein jahrelanger Zivilprozess, in dem die Haftung des Landwirtes, aber auch die Verantwortung der Wanderin geprüft wurden. In erster Instanz 2019 wurde dem Bauern die alleinige Schuld zugesprochen und er zu EUR 490.000, Schadenersatz an die Hinterbliebenen verurteilt. Die Begründung: Der Bauer hätte an der bekannten Gefahrenstelle, wo zahlreiche Wanderer und die Mutterkuh-Herde zusammenkommen, neben dem vorhandenen Warnschild auch einen Zaun errichten müssen. Außerdem war ihm bekannt, dass die Kühe schon zuvor zweimal auffällig gegenüber Wanderern reagiert haben.
Der Fall wurde aber vom Obersten Gerichtshof erneut verhandelt und dem Bauern wie auch der Urlauberin schließlich je eine 50–50-Teilschuld zugesprochen, da die Wanderin trotz Warnschildern nicht die notwendige Distanz zur Herde wahrte und den Hund außerdem nicht rechtzeitig freilassen konnte, weil sie die Leine mit einem Schnappkarabiner um den Körper trug. Die Summe des Schadenersatzes wurde auf EUR 125.000,- reduziert, die von der Versicherung des Bauern beglichen wurde.(8)
10 VERHALTENSEMPFEHLUNGEN
Nach dem Unfall im Pinnistal bzw. dem erstinstanzlichen Urteil des Landesgerichts Innsbruck vom Februar 2019 war die Aufregung seitens der Almbauern und des Tourismus jedenfalls groß. Es musste reagiert werden und zwar schnell. „Bereits im März wurde der ‚Aktionsplan für sichere Almen‘ vorgestellt“, so Mag. Markus Rief vom Bundesministerium für Land- und Forstwirtschaft, Klima- und Umweltschutz, Regionen und Wasserwirtschaft, Abteilung Strategische Kommunikation und Medien. Dieser umfasste drei zentrale Maßnahmen: Erstens die Erarbeitung eines Verhaltenskodex für Almbesucher und -besucherinnen, wobei die zehn FIS-Regeln als Vorbild dienten. Zweitens die Entwicklung eines Standards für die Alm- und Weidewirtschaft und drittens eine entsprechende Änderung des Allgemeinen Bürgerlichen Gesetzbuches. „Bei der Ausarbeitung der Regeln wurde großer Wert darauf gelegt, ein ausgewogenes und für alle Beteiligten tragfähiges Ergebnis zu erzielen. Ziel war es, möglichst viele relevante Situationen verständlich abzubilden, das Verhalten von Weidetieren nachvollziehbar zu erklären und zugleich die Eigenverantwortung der Almbesucherinnen und Almbesucher in den Mittelpunkt zu stellen“, erläutert Markus Rief weiter. Am Erarbeitungsprozess waren Expertinnen und Experten aus der Tourismus- und der Landwirtschaftssektion des Ministeriums ebenso eingebunden wie Vertreterinnen und Vertreter der betroffenen Branchen und Organisationen. Zusätzlich wurden Fachleute um ihre Einschätzung gebeten. Nur einen Monat später, im April 2019, wurden die zehn Verhaltensregeln der Öffentlichkeit präsentiert. Die Geschwindigkeit der Ausarbeitung ist bemerkenswert und die zehn Regeln sowie die dazugehörenden Videos sind quasi ein Meilenstein in der touristischen Geschichte Österreichs, denn mit dem idealisierten, verniedlichten Almbild wurde ein Stück weit aufgeräumt. Tafeln, Folder und Videos sind auf sichere-almen.at abrufbar.
Abb. 2: Die zehn Verhaltensregeln für den Umgang mit Weidevieh.
Quelle: www.sichere-almen.at
EINFLUSS AUF DIE RECHTSLAGE
Wie erwähnt, war eine der zentralen Maßnahmen des „Aktionsplans für sichere Almen“ auch eine Änderung im Allgemeinen Bürgerlichen Gesetzbuch (ABGB). Der § 1320 zur Tierhalterhaftung wurde folgendermaßen ergänzt: Die erwartbare Eigenverantwortung der Besucher von Almen und Weiden richtet sich nach den durch die Alm- und Weidewirtschaft drohenden Gefahren, der Verkehrsübung und anwendbaren Verhaltensregeln.
Auch das Tiroler Almschutzgesetz wurde 2019 novelliert (und 2021 ergänzt) und zwei Punkte explizit aufgenommen: Zum einen wurde klar definiert, dass gemäß § 1, Ziele, das Gesetz dem Schutz der Almen mit den Zielen diene, a) ihre im öffentlichen Interesse liegende nachhaltige Bewirtschaftung und zeitgemäße Entwicklung als Grundlage einer leistungsfähigen Almwirtschaft sicherzustellen und b) ihre Erhaltung und Pflege als Teil der Kultur- und Erholungslandschaft zu gewährleisten.
Zum anderen wurde der § 5, Verhaltensregeln auf Almen, wie folgt aufgenommen und formuliert: (1) Besucher von Almen haben sich so zu verhalten, dass der Almbetrieb nicht beeinträchtigt und insbesondere das Weidevieh durch sie oder durch von ihnen mitgeführte Tiere nicht gestört, beunruhigt oder gereizt wird.
(2) Die Landesregierung kann im Interesse der Sicherstellung eines ungestörten Almbetriebes sowie der gegenseitigen Rücksichtnahme und der Vermeidung von Nutzungskonflikten durch Verordnung nähere Bestimmungen über Verhaltensregeln auf Almen, insbesondere für Besucher von Almen, die Tiere mitführen, erlassen.
Das Tiroler Almschutzgesetz nimmt damit eine Vorreiterrolle ein. Auch wenn bei einem Unfall immer der Einzelfall zu prüfen ist, so wird hier doch die Eigenverantwortung der Besucher in Kenntnis der Verhaltensempfehlungen unterstrichen und der Tierhalter bei Einhaltung seiner Pflichten entsprechend entlastet. Ein ähnliches Almschutzgesetz gibt es in Österreich sonst nur in der Steiermark. Hier sind die Eigenverantwortung der Almbesucher oder Verhaltensregeln aber nicht explizit erwähnt. In Oberösterreich wird der Almschutz durch das Oö. Almund Kulturflächenschutzgesetz geregelt, die anderen Bundesländer regeln ihren Almschutz über andere Landesgesetze, im Burgenland und in Wien gibt es kein vergleichbares Gesetz.
Alpenverein Austria geht in die Offensive
Trotz aller Bemühungen und Empfehlungen blieben weitere Unfälle durch Kuhattacken nicht aus. Ganz im Gegenteil, die Zahl der Vorfälle ist im Steigen begriffen.
PROJEKT „SICHER AUF BERGEN UND ALMEN MIT UND OHNE HUND“
Der tragische Unfall im August 2025 direkt vor den Türen der Austriahütte am Dachstein, bei dem ein altgedienter Funktionär und Ehrenmitglied des Alpenvereins Austria zu Tode kam und seine Frau schwer verletzt wurde, veranlasste die größte Sektion des Österreichischen Alpenvereins in die Offensive zu gehen. MR Fritz Macher als erster Vorsitzender lud am 21. November 2025 zum Symposium „Sicher auf Bergen und Almen – mit und ohne Hund“. Ziel sei es nicht, so Fritz Macher, den Unfall im Detail aufzuarbeiten oder gar Schuldzuweisungen zu tätigen, sondern „vielmehr Antworten auf die Frage zu finden, wie derartige Unfälle in der Zukunft möglichst verhindert werden könnten“. Dies vor allem deswegen, weil das verunfallte Ehepaar in keines der gängigen Klischees passe: Sie waren versierte Alpinisten, jahrzehntelang im Alpenverein als Jugendleiter und Instruktoren tätig, waren mit den Verhaltensregeln auf Almen bestens vertraut und erfahrene Hundehalter. Obwohl die beiden Personen offenkundig nichts falsch machten, kam es zum folgenschweren Unfall.
Der Einladung folgten Vertreter der alpinen Vereine, der Agrarmarketing Austria, der Amtstierarzt der BH Lienz, der Ortsbauernobmann, ein Landwirt und Rindertrainer, Vertreter des
Bergrettungsdienstes und des Gemeinderates sowie der Bürgermeister. Allein die Vertreter des Tourismus blieben dieser ersten Veranstaltung fern, was hinsichtlich zukünftiger Kommunikationsstrategien klar negativ beurteilt wurde. Zusätzlich wurde der Berater und Mediator DI Peter Kapelari beauftragt, neben einem Impulsreferat im Rahmen des Symposiums ein im Anschluss lanciertes Pilotprojekt mit wissenschaftlicher Begleitung durch das Institut für Geografie der Uni Innsbruck in der Region zu leiten.
Die Ziele von Symposium und anschließenden Workshops wurden klar definiert:
→ Bestmögliche Vermeidung von weiteren Unfällen mit Weidetieren
→ Almwirtschaft maximal ungestört ermöglichen
→ Respekt vor Grundbesitz und Leistung der Berglandwirtschaft
→ Sichere Erholungsnutzung auch mit Hund ermöglichen
→ Wohlwollender Umgang miteinander und Willkommenskultur
→ Schaffung eines „Best-Practice-Beispiels“
Abb. 3: Fritz Macher, Vorsitzender des Alpenverein Austria beim Symposium „Sicher auf Bergen und Almen – mit und ohne Hund“ am 21. November 2025 in Ramsau am Dachstein.
Foto: Imre Antal
Im Rahmen des Symposiums waren sich alle einig, dass die zehn bekannten Verhaltensempfehlungen auf der Alm zu wenig sind, wenn man die Tour aufgrund fehlender Informationen nicht im Vorfeld
entsprechend planen kann. Wie schon im Projekt DIGIWAY des Landes Tirol aufgegriffen und im Artikel von Walter Würtl und Peter Plattner „Ein schwieriger Weg“ in der analyse:berg Sommer 2025, 29. Ausgabe, S. 54 f. wie folgt formuliert: „Es geht dabei nicht darum, eine ‚typische alpine Gefahr‘ wie Steinschlag (oder eben auch Mutterkuhherden, A. d. R.) im Gelände auszumachen und diese in Kartenwerken einzutragen, sondern um eine bestehende und bekannte ‚erhöhte Naturgefahrenlage‘ auch als solche zu kommunizieren“, geht es primär um die digitale Kommunikation über Schnittstellen, um die Informationen allen gängigen Plattformen und Tourenportalen zur Verfügung zu stellen.
Kein Wunschkonzert wie die Schweizer vorzeigen. Auf schweizer-wanderwege.ch sind alle Flächen mit Mutterkuh-Herden und Herdenschutzhunden inkl. zeitlicher Angabe auf den Karten digital abrufbar und erleichtern vor allem Hundebesitzern die Tourenplanung ungemein.
Dies scheint in der Ramsau trotz begleitender Bachelorarbeit von Benedikt Manuel Weinberger mit dem Titel „Kartenbasierte Ansätze zur Kommunikation am Beispiel des Mutterkuhprojektes am Dachstein“ allerdings zum Stand Ende Juli 2026 nicht in angedachtem Ausmaß zu funktionieren. Einerseits wollen die Almbauern, dass die Karte ausschließlich als internes Kommunikationswerkzeug dient, andererseits scheint eine exakte Abgrenzung der Mutterkuh-Weiden schwer möglich, da Mutterkühe überall zumindest beigemischt seien (Milchkuh-Herden, Mutterkuh-Herden, Jungtiere). Der Ansatz der Bachelorarbeit blieb daher „eher theoretisch“, wie Peter Kapelari einräumt. Allerdings betont er das gute Gesprächsklima und die Offenheit der Almbauern während der beiden bisher abgehaltenen Workshops sowie schlussendlich auch die Zusammenarbeit mit dem Tourismus. Dieser setze schon jetzt auf eine breite Information und Kapelari ist überzeugt: „Die Botschaften werden weitergegeben, hier muss nichts neu erfunden werden.“ Abgesehen davon registriere man in der Region aufgrund der letzten beiden tödlichen Unfälle (Dachstein 2025 und Osttirol 2026) ein deutlich vorsichtigeres und disziplinierteres Verhalten vor allem von Hundehaltern.
VORLÄUFIGE ERKENNTNISSE UND MASSNAHMEN
Haftungsfragen Verunsicherung herrscht bei den Ramsauer Almbauern aber nach wie vor hinsichtlich der Haftungsfrage. Im Steiermärkischen Almschutzgesetz ist die Eigenverantwortung der Almbesucher nicht derart explizit erwähnt wie im Tiroler Gesetz. Hundeverbotsschilder, die in der Ramsau von den Grundeigentümern eigenständig angebracht wurden, haben keine Rechtsgültigkeit, wie eine schriftliche Expertise von Peter Kapelari zu Haftungsfragen allgemein bestätigt. Maximal könne man ihnen eine Warnfunktion zuschreiben, die vielleicht eindringlicher sei als die ansonsten verwendeten grünen Schilder (Abb. 4) von Landwirtschaftskammer und Alpenverein zum Hinweis auf Mutterkuh-Herden.
Auch hier ist Tirol einen Schritt weiter: Der Gast wird beim Betreten der Alm (Viehgatter, Zaunüberstiege, Viehsperren etc.) auf Weidevieh und wo vorhanden auf Mutterkuh-Herden mit orangen Warnschildern aus der Initiative „Bergwelt Tirol – miteinander erleben“ des Landes Tirol aufmerksam gemacht. An stark frequentierten Wegen werden zusätzlich die zehn Verhaltensempfehlungen in Deutsch und Englisch angebracht, wie in Abb. 5 am Beispiel Patscherkofel Bergstation ersichtlich.
Kommen diese Schilder nun noch in die digitalen Karten – idealerweise mit Zeitangaben unterlegt –, wäre für die Tourenplanung zumindest in Tirol schon mal viel getan. Ein Beispiel jedenfalls, an dem sich auch die Ramsauer orientieren wollen.
Abb. 4: Hinweisschild Mutterkuhherde von Landwirtschaftskammer und Alpenverein.
Abb. 5: Warntafeln am Patscherkofel.
Fotos: Christina Schwann
Bauliche Maßnahmen
Für den Unfallort vor der Austriahütte wurde eine Lösung gefunden. Der klar als „Hotspot“ definierte Bereich (Abb. 6) wird mit einem Weidezaun und einem weideviehsicheren Durchgang „entschärft“. Die Kosten dafür tragen der Alpenverein Austria als Wegehalter und der Almbauer gemeinsam.
Konsequenz Austriahütte
Die Hüttenwirtin der Austriahütte, Katharina Wallner, hat selbst eine praktikable und einfache Maßnahme gesetzt: Sie bietet seit der Saison 2026 keine Hundezimmer mehr an. „Das allein verhindert schon, dass Wanderer mit Hund noch am späten Nachmittag zu mir kommen. Die Kühe sollen zumindest in den Abend- und Morgenstunden ihre Ruhe haben.“
Kommunikation
Noch ist das Pilotprojekt nicht abgeschlossen. In Summe soll es aber zeigen, wie in einer touristisch stark genutzten Region Almwirtschaft und Erholungssuchende (mit Hund) nebeneinander Platz finden und sogenannte „Begegnungszonen“ kommuniziert und vor Ort – gegebenenfalls mit baulichen Maßnahmen – entschärft werden können. Die notwendige Zusammenarbeit aller Akteure wie Grundeigentümer, Almbauern, alpine Vereine und Tourismus wird unterstrichen sowie die Funktion einer engagierten Person, die den „Lead“ übernimmt.
Abb. 6: Der tödliche Unfall vor der Austriahütte ereignete sich im Bereich dieses Fahrweges.
Foto: Alpinpolizei
Fazit
Tatsächliche Kuhattacken gegen Menschen sind sehr selten. Viele Unfälle sind eher auf einen „indirekten“ Kuhkontakt zurückzuführen, beispielsweise wenn man eine Kuhherde aus Angst in großer Distanz umgeht, in unwegsames oder absturzgefährdetes Gelände gerät oder in einem Zaun hängen bleibt. Manchmal nähern sich Kühe auch aus harmloser Neugierde. Ein zu geringer Abstand kann aber schon allein aufgrund der Größe und des Gewichts der Tiere schnell gefährlich werden – sie können Personen (unabsichtlich) anrempeln, abdrängen oder umstoßen.
Die Folgen und Verletzungsmuster nach einer echten Kuhattacke gehören aber zu den dramatischsten, die wir im Bergsport kennen. Wie bei vielen anderen Bergsportdisziplinen (vor allem im Führungskontext) stehen hier nicht die juristischen Konsequenzen für den potenziell Verantwortlichen im Vordergrund die im Zivilrecht zudem meist durch Versicherungen gedeckt sind –, sondern vielmehr die persönlichen. Niemand weder der Almbauer noch die Alpinpolizistin noch andere Almbesucher – will tödlich oder schwer verletzte Personen neben dem Wanderweg vorfinden – mit oder ohne Hund. Allein in diesem Sinne müssen derartige Vorfälle unbedingt verhindert werden.
👉Learnings
- Kühen auf der Alm sollte immer mit Respekt begegnet werden.
- Wo immer möglich, lässt man reichlich Abstand, verhält sich ruhig und versucht nicht, die Aufmerksamkeit der Tiere auf sich zu ziehen – sprich, die zehn offiziellen Verhaltensempfehlungen sind – nach Möglichkeit – einzuhalten. „Nach Möglichkeit“ deswegen, weil beispielsweise ein Umgehen der Herde, wie in Punkt sechs empfohlen, aufgrund des Geländes manchmal nicht oder nur sehr schwer möglich ist. Schnell kann man dabei ausrutschen, abstürzen, sich verletzen oder in derart unwegsames Gelände geraten, dass man nicht mehr weiterkommt und sprichwörtlich blockiert ist. Es gilt also abzuwägen und im Notfall auch ein Umdrehen als Option im Hinterkopf zu behalten.
- Man sollte sich im Klaren sein, dass das eigene, nicht korrekte Verhalten (Annäherung an die Tiere, Streicheln, Fotografieren aus nächster Nähe, Füttern etc.) zu einer Mitschuld an einem späteren Unfall führen kann. Umgekehrt sollte man Personen, die ein eben solches Verhalten an den Tag legen, ansprechen und aufklären.
- Ein gut erzogener, bergaffiner Hund ist ein toller Begleiter auf Wanderungen und Bergtouren – keine Frage. Als Hundehalter:in sollte man aber zwei Dinge wissen. Erstens: Kühe – vor allem Mutterkühe reagieren sensibel auf Hunde und zwar ganz besonders auf deren Geruch, der auch am Menschen haftet. Und zweitens: Es muss nicht das (Fehl-)Verhalten des eigenen Hundes oder des Besitzers sein, welches zu einem Angriff führt. Man weiß nicht, was die Herde im Vorfeld bereits erlebt hat und wie hoch der Stresslevel ist. Ein „Aber mein Hund ist eh ganz brav“ hilft dann eben nicht.
- Bereits in der Hundeschule muss der Almbesuch mit Hund Thema sein: Wie hat sich der Hund im Almgebiet zu verhalten? Was ist im Falle eines Angriffs zu tun?
- Die Tourenplanung sollte zeitlich und örtlich auf das Umgehen von Almen – vor allem mit Mutterkuh-Herden – abgestimmt werden sprich Wanderungen in typischen Almregionen mit Hund unternimmt man am besten erst im Herbst.
- Apropos Tourenplanung: Wer eigenverantwortlich unterwegs sein möchte, muss sich im Vorfeld gut vorbereiten. Wenn aber essentielle Informationen fehlen, ist dies schwer möglich. Aus diesem Grund muss dringend daran gearbeitet werden, Warnhinweise zu Mutterkuh-Herden (die im Gelände meist schon angebracht sind) auf digitalen Karten einzutragen, so dass diese mit entsprechenden Zeitangaben zur Almbestoßung abrufbar sind.
- Zu Beginn der Wander- und Almsaison muss konsequent über diverse Kanäle von Tourismus und alpinen Vereinen auf das richtige Verhalten auf der Alm hingewiesen werden. Gäste müssen im Vorfeld ihres Urlaubs über Gefahren – vor allem mit Hund – aufgeklärt werden, im Optimalfall bietet man ihnen Alternativen (z. B. Herbst) an.
- Eigens empfohlene hundefreundliche Touren sind in enger Abstimmung mit den örtlichen Gegebenheiten und den Almbauern zu erarbeiten.
- Die Pflichten des Tierhalters, der Tierhalterin sind in den diversen Bundes- und Landesgesetzen definiert. Klar muss sein, dass Hotspots, an denen Weidetiere und Erholungssuchende aufgrund von Engstellen unweigerlich aufeinandertreffen, durch bauliche Maßnahmen entschärft werden – bevor ein Unfall passiert.
- Auffällige Tiere sollten keinesfalls aufgetrieben werden. Warnschilder nach dem Tiroler Vorbild, behördlich und naturschutzrechtlich genehmigt, sind sinnvoll und hinsichtlich der Rechtsprechung ein wichtiges Element.
Fußnoten und Literatur
- Bätzing, Werner: Zwischen Wildnis und Freizeitpark – Eine Streitschrift zur Zukunft der Alpen, 1. Auflage 2015, Zürich, Rotpunktverlag.
- Netzwerk Zukunftsraum Land: Factsheet: Weidewirtschaft in Österreich, Mai 2026: Abgefragt am 20. Juli 2026: https://www.zukunftsraumland.at/ wp-content/uploads/2026/05/nzl_factsheet_weidewirtschaft-in-oesterreich_ barrierefrei.pdf
- Höhere Bundeslehr- und Forschungsanstalt für Landwirtschaft RaumbergGumpenstein: Projekt „MuKuh Weide: Auswirkungen von Weidegang bzw. Stallfütterung auf die Leistung von Mutterkühen und deren Kälbern“, DaFNE, Projektlaufzeit 01.01.2025 – 31.12.2030 Abgefragt am 20. Juli 2026: https://dafne.at/projekte/mukuh-weide
- Österreich Institut: Wandern in Österreich: Ein Freizeitvergnügen mit großer Tradition. Abgefragt am 20. Juli 2026: https://www.oesterreichinstitut.com/at/ wandern-in-oesterreich/
- Konrad-Lorenz-Institut für Vergleichende Verhaltensforschung, Projektleitung: Dr. Herbert Hoi: Projekt: Tourismus: Konfliktpotential. Finanzierung: BIOS Science Austria – Verein zur Förderung der Lebenswissenschaften, Projektlaufzeit: 01/2023-05/2024, Abschlussbericht: 22.01.2026. Abgefragt am 20. Juli 2026: https://www.bios-science.at/almwirtschaft-und-tourismuskonfliktpotential/
- Blick: Je mehr Wölfe herumlaufen desto aggressiver reagieren Mutterkühe, 09.06.2020. Abgefragt am 27. Juli 2026: https://www.blick.ch/news/grossraubtiere-je-mehr-woelfe-herumlaufen-desto-aggressiver-reagieren-mutterkuehe-id15928804.html
- Österreichzentrum Bär Wolf Luchs, Verbreitungskarten Wolf. Abgefragt am 27. Juli 2026: https://baer-wolf-luchs.at/verbreitungskarten/wolf-verbreitung/
- OGH – Oberster Gerichtshof: 30.04.2020, Entscheidung des OGH – Kuhattacke auf der Alm: Haftung des Landwirts und Mitverschulden. Abgefragt am 25. Juli 2026: https://www.ogh.gv.at/entscheidungen/kuhattacke-auf-deralm-haftung-des-landwirts-und-mitverschulden-des-wanderers/


